Niedernsill 2026

Vom 11. bis 13. September machten wir uns auf den Weg ins Salzburger Land, um unsere befreundete Trachtenmusikkapelle (TMK) Niedernsill zu besuchen und ein ganz besonderes Jubiläum zu feiern: 66 Jahre Vereinsfreundschaft.

Die Vorfreude war groß, als wir uns am Freitagmorgen um 07:30 Uhr trafen, um Instrumente und Gepäck zu verstauen. Pünktlich um 08:00 Uhr rollte unser Bus los. Bestens verpflegt mit Vesper an Bord ging die Fahrt zügig voran über die österreichische Grenze. Unterwegs legten wir einen Stopp in Kufstein ein: Schon beim Aussteigen erklang die berühmte Heldenorgel der Festung Kufstein – die größte Freiluftorgel der Welt. Getreu dem Motto „Immer der Musik nach“ lauschten wir dem 15-minütigen Orgelspiel direkt am Fuße der Festung, ehe es für die meisten von uns mit der Panoramabahn hoch auf das historische Gemäuer ging, um bei einer Führung mehr über das damalige Leben auf der Festung zu erfahren. Nach der Führung blieb noch etwas Zeit zur freien Verfügung, um die Kufsteiner Altstadt zu erkunden, bevor die Fahrt weiter über den Pass hinab nach Niedernsill ging. Dort wurden wir gegen 18:00 Uhr herzlich von unseren Niedernsiller Freunden empfangen. Nach dem Einrichten in den Quartieren starteten wir um 19:00 Uhr direkt in das gemütliche Abendprogramm mit leckerem Essen und bestem Beisammensein mit der TMK Niedernsill.

Nach einer – für die meisten recht kurzen – Nacht ging es am Samstagmorgen mit dem Bus nach Kaprun zum Kitzsteinhorn. Über eine Stunde lang schwebten wir mit vierverschiedenen Seilbahnen immer höher hinauf bis auf 2.926 Meter Höhe.

Die letzten gut 100 Höhenmeter von 2.926 m hinauf auf 3.029 Meter legten wir zu Fuß über den Gletscher zurück, bis wir an der Bergstation ankamen und das atemberaubende Bergpanorama genießen konnten. Bei der Talfahrt fuhren wir mit der Panoramabahn zur nächsten Station und legten an einer Mittelstation eine Einkehr ein, um uns bei fantastischem Blick auf die Berge etwas zu stärken.

 

Zurück im Tal trafen wir wieder auf die Niedernsiller, die bereits fleißig beim Aufbau für ihr Dorffest waren. Der Samstagabend stand ganz im Zeichen unserer 66-jährigen Freundschaft. Nach der Überreichung unseres Gastgeschenks stießen wir gemeinsam an, und natürlich durfte ein passender Spruch nicht fehlen.

Glücklicherweise war bereits bei unserem letzten Besuch 2019 von einem Neuhäuser und einer Niedernsillerin gemeinsam ein Spruch gedichtet worden, der wunderbar auf den Punkt bringt, worauf es uns ankommt – gelebte Gemeinschaft, die alle Generationen verbindet, ganz egal was im Glas ist:

„Musikverein und Niedernsill, das ist, was hier ein jeder will.
Drum hoch die Gläser, das ist fein, die Freundschaft soll für ewig sein.
Hopfen, Wasser, Traubensaft, die Freundschaft gibt uns ewig Kraft.
Egal ob Jung, egal ob Alt, es herrscht ein guter Z‘sammenhalt. Prost!“

In diesem Sinne stießen wir gemeinsam auf die Verbundenheit beider Vereine an und genossen den Abend.

Der Sonntag begann feierlich mit einem gemeinsamen Einmarsch nach der Kirche zum Dorffest, das mit zwei Salutschüssen der Stefflschützen eröffnet wurde. Direkt im Anschluss betraten wir die Bühne, um den Frühschoppen zu gestalten: Gute zwei Stunden lang unterhielten wir die Festgäste mit einem abwechslungsreichen Musikmix, bei dem für jeden Geschmack etwas dabei war.

Zum Mittagessen ließen wir uns die traditionellen Pinzgauer Krapfen mit Sauerkraut schmecken und genossen die gemütliche Runde, bevor es um
15:00 Uhr Abschied nehmen hieß. Kurz darauf
traten wir die Heimreise an.

Es war ein rundum wunderschönes Wochenende! Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die an der Organisation mitgewirkt haben, sowie unserem Busfahrer Klaus für die sichere Fahrt.